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Wer in der Schwangerschaft oder Stillzeit vegetarisch isst, nimmt täglich Vitamin B12 ein; die Beikost des Kindes muss tierische Lebensmittel enthalten, und wer rein vegan leben will, fragt zuerst den Arzt

  • Mittlerer Nutzen
  • Evidenz B
  • Lebenszeit
  • Umstritten
  • Für: Schwanger oder Kinderwunsch, Kind unter 3
  • Kostet wenig
  • Ein paar Minuten
  • Etwas Willenskraft

Kurz gesagt

Vitamin B12 kommt fast nur in Fleisch, Eiern und Milch vor. Isst die Mutter rein vegan und ergänzt nichts, fehlt es auch in der Muttermilch. Die Kinder zeigen das meist im Alter von 4 bis 8 Monaten: Sie wachsen schlecht und entwickeln sich verzögert. Zieht es sich hin, lassen sich Nervenschäden später möglicherweise nicht mehr ausgleichen. Die Beikost des Kindes muss deshalb täglich tierische Lebensmittel enthalten.

Kosten

Ein Fläschchen Vitamin-B12-Präparat kostet einige zig Yuan; man nimmt täglich eine Tablette. Tierische Lebensmittel wie Eier, Fleisch und Fisch in der Beikost des Kindes kosten nicht viel. Schwierig ist, die eigene Meinung zu ändern, wenn die ganze Familie überzeugt ist, vegane Ernährung sei gesünder.

Was es bringt

Die US-Seuchenbehörde (CDC) berichtete 2003 über zwei Kinder. Beide wurden von vegan lebenden Müttern gestillt, beide hatten einen Vitamin-B12-Mangel, beide wuchsen schlecht und entwickelten sich verzögert. Die Mutter des ersten Kindes hatte 7 Jahre lang vegan gelebt. Als das Kind 15 Monate alt war, wurde es eingeliefert; man stellte eine schwere Blutarmut fest, im MRT des Gehirns eine Atrophie des gesamten Gehirns. Nach der Gabe von B12 machte das Kind Fortschritte, doch mit 32 Monaten hinkte die Sprache noch hinterher. Der Bericht sagt, die häufigste Ursache für B12-Mangel bei Säuglingen und Kleinkindern sei eine Unterversorgung in der Ernährung der Mutter. Gestillte Kinder zeigen es meist im Alter von 4 bis 8 Monaten. Bei längerem Mangel können manche Kinder dauerhafte Nervenschäden davontragen, je nach Schwere und Dauer des Mangels. Verlässliche Quellen ohne Anreicherung gibt es nur bei tierischen Lebensmitteln: Fleisch, Milchprodukte und Eier. Der natürliche B12-Gehalt pflanzlicher Lebensmittel ist für den Körper meist nicht verwertbar. Mit B12 angereicherte Getreideprodukte, Sojamilch und Hefeflocken (营养酵母) können als stabile Quelle dienen. Der Bericht empfiehlt Veganern, besonders schwangeren und stillenden Frauen, herauszufinden, wie viel B12 in ihrer Nahrung steckt, oder eine Ernährungsfachkraft zu fragen. Das Positionspapier der Europäischen Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN, 欧洲儿科胃肠肝病和营养学会) von 2017 zur Beikost legt fest, dass alle Säuglinge eisenreiche Beikost bekommen müssen, mit Fleisch oder eisenangereicherten Lebensmitteln. Eine vegane Ernährung sollte nur unter angemessener Aufsicht durch Arzt oder Ernährungsberater erfolgen; Eltern müssen die schweren Folgen kennen, wenn Empfehlungen zur Ergänzung nicht befolgt werden. Die Kernbotschaften der Nationalen Gesundheitskommission (国家卫健委) zur Ernährung von 2020 verlangen, dass die Beikost täglich mindestens 4 Lebensmittelgruppen umfasst, darunter mindestens ein tierisches Lebensmittel, ein Gemüse und ein Getreide- oder Knollengericht.

Hinweise

Umstritten ist vor allem, ob Säuglinge vegan ernährt werden dürfen. Die Academy of Nutrition and Dietetics (美国营养与饮食学会) vertrat 2016 die Position, gut geplante vegetarische und vegane Ernährung sei in allen Lebensphasen geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglings- und Kindesalter. Sie betont aber ebenso, dass Veganer eine verlässliche B12-Quelle brauchen, etwa angereicherte Lebensmittel oder Ergänzungsmittel. In der Frage, dass B12 ergänzt werden muss, gibt es also keinen Streit. Eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung birgt ein geringeres Risiko, aber auch wer sehr wenig Eier und Milchprodukte isst, kann einen Mangel bekommen. Im Bericht hatte die Mutter des zweiten Kindes 20 Jahre lang vegan gelebt und fast kein Fleisch, Fisch oder Milchprodukte gegessen. Die frühen Anzeichen eines B12-Mangels sind unspezifisch; die CDC sagt, Blutarmut-Werte eigneten sich nicht zum Screening. Wenn ein Kind schlecht wächst oder sich verzögert entwickelt, sagen Sie dem Arzt bei der Untersuchung, dass die Familie vegan lebt; was untersucht wird, entscheidet der Arzt. Lehnen Sie eine ärztliche Behandlung nicht ab, weil Sie einem Hausmittel folgen, siehe §16.4 (keine Behandlung für unbewiesene Hausmittel abbrechen). Wie man die Beikost einführt, siehe §20.4 (Beikost ab 6 Monaten); zur Folsäure in der Schwangerschaft siehe §27.1 (täglich 0,4 mg Folsäure).

Evidenzgrad
B : Durch Forschung gestützt, aber ohne genaue Zahl, oder nur kleine bzw. einzelne Studien.
Quellen
  1. Centers for Disease Control and Prevention (2003). Neurologic impairment in children associated with maternal dietary deficiency of cobalamin—Georgia, 2001. MMWR, 52(4), 61-64. https://www.cdc.gov/mmwr/preview/mmwrhtml/mm5204a1.htm
  2. Fewtrell M, Bronsky J, Campoy C, et al. (2017). Complementary Feeding: A Position Paper by the European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology, and Nutrition (ESPGHAN) Committee on Nutrition. Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, 64(1), 119-132. https://doi.org/10.1097/MPG.0000000000001454
  3. 国家卫生健康委办公厅 (2020). 婴幼儿喂养健康教育核心信息. https://www.gov.cn/zhengce/zhengceku/2020-08/01/content_5531915.htm
  4. Melina V, Craig W, Levin S (2016). Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, 116(12), 1970-1980. https://doi.org/10.1016/j.jand.2016.09.025(备注里的反方)

Aus dem chinesischen Original übersetzt. Originalbuch, Abschnitt 20, Tipp 14. Dieser Abschnitt behandelt Gesundheit und Medikamente. Das sind allgemeine Informationen, kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder Verschreibung. Inhalte können veraltet sein, und Regeln unterscheiden sich je nach Ort. Wenn Sie tatsächlich zu einer Behörde, zum Arzt oder vor Gericht gehen, gilt, was Behörde, Ärztin oder Anwalt sagen. Haftungsausschluss